DIE GESICHTER IM NETZWERK
Verbindung von Expertise aus Psychologie, Verhaltensökonomie und Praxis.
Fachpersonen im Netzwerk
Gilles Chatelain
The Behavior Lab GmbH
Über mich & Bezug
Ich bin Psychologe und Mitinhaber von The Behavior Lab GmbH. Meine Doktorarbeit widmete ich der Frage, wie Verhaltenswissenschaften zur Förderung der Nachhaltigkeit beitragen können.
Meine aktuellen Forschungsprojekte befassen sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen:
- Wie nehmen neurodivergente Personen Bahnhöfe wahr und wie können diese zugänglicher gestaltet werden?
- Wie bewegen sich neurodivergente Personen im Strassenverkehr und welchen Herausforderungen begegnen sie dabei?
- Wie kann die Handynutzung von Junglenkerinnen und Junglenkern während des Autofahrens reduziert werden?
- Wie lassen sich Aggressionen im Strassenverkehr verringern?
- Wie kann der Tabak- und Nikotinkonsum an Schulen reduziert werden?
- Wie können Berufsunfälle verhindert werden?
Bis Sommer 2026 vertrat ich den amerikanischen (APA), den europäischen (EFPA) und den schweizerischen (FSP) Psychologieverband bei den Vereinten Nationen in Genf.
Bettina Höchli
Universität Bern, Abteilung Consumer Behavior & Behavior Change
Über mich & Bezug
Ich forsche an der Abteilung Consumer Behavior und Behavior Change der Universität Bern und bin Expertin für Verhaltensänderungen im Bereich Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Meine Ansätze stammen aus den Bereichen Verhaltensökonomie, Verhaltenswissenschaften und Social Marketing. Mein Ziel ist es, das Verhalten von Zielgruppen zu verstehen und Verhaltensänderungen zu fördern – so dass sowohl das Individuum wie auch die Gesellschaft profitieren.
Josianne Kollmann
Eawag: Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology
Über mich & Bezug
In meiner Forschung bewege ich mich an der Schnittstelle von Gesundheits- und Umweltpsychologie, eingebettet in den Planetary-Health-Ansatz. Mich interessiert, wie menschliche Wahrnehmungen und Verhaltensweisen dazu beitragen können, die Gesundheit von Menschen und unserer Umwelt zu schützen.
Erfolgreich Verhalten zu ändern, verstehe ich als ein Zusammenspiel von individueller Wahrnehmung, sozialem Kontext und strukturellen Rahmenbedingungen. In meiner Forschung untersuche ich daher sowohl Prädiktoren von Verhaltensänderung auf individueller Ebene – beispielsweise Risikowahrnehmung oder wahrgenommene Verteilungsgerechtigkeit – als auch Faktoren auf struktureller Ebene, wie politische Massnahmen und neue Technologien. Angewendet habe ich diese Perspektive beispielsweise in den Bereichen Ernährung, körperliche Aktivität, Infektionskrankheiten, Mikroplastikverschmutzung oder Wasseraufbereitung.
Besonders gerne arbeite ich inter- und transdisziplinär, im engen Austausch mit Forschenden anderer Disziplinen und mit Menschen vor Ort. Ich nutze dabei methodisch vielfältige Zugänge, von Längsschnittstudien und Ambulatory Assessment bis hin zu Stakeholder-Workshops. Mich treibt die Vision an, dass psychologische Forschung dazu beitragen kann, eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten, in der die Gesundheit von Menschen und der Umwelt zusammengedacht wird.
Swen Kühne
ZHAW, Fachgruppe Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie
Über mich & Bezug
Als Co-Leiter der Fachgruppe Umwelt- & Nachhaltigkeitspsychologie an der ZHAW interessiert mich, wie wissenschaftliche Methoden gesellschaftliche Transformation unterstützen können. Damit Behavior Change gelingt, braucht es wirksame, impactorientierte Interventionen, die nachhaltiges Handeln im Alltag erleichtern, sowie die Akzeptanz nachhaltiger technologischer Veränderungen.
Nach Erfahrungen in der Privatwirtschaft, einem Studium in angewandter Psychologie und meinem Doktorat gilt mein berufliches Interesse heute der angewandten Forschung, die nachhaltige Transformation in spezifischen Kontexten unterstützt – etwa in Projekten zur Umstellung von Mensen auf ein nachhaltigeres und gesünderes Ernährungsangebot, oder zur Frage, wie sich nachhaltige Technologien in unseren Alltag integrieren lassen.
Dabei ist mir wichtig, dass unsere Projekte einen echten Mehrwert für die Bevölkerung schaffen – mit konkreter, messbarer Wirkung statt reiner Theorie. Mich treibt die Vision einer Zukunft an, in der nachhaltiges Handeln nicht die Ausnahme, sondern die Norm ist.
Anita Reber
ZHAW, Fachgruppe Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie
Über mich & Bezug
Als Umweltfachfrau und angehende Psychologin interessiert mich, wie gesellschaftliche Transformation gelingen kann. Behavior Change bedeutet für mich weit mehr als individuelle Verhaltensänderung: aus meiner Sicht braucht es sowohl Strukturen, die nachhaltiges Handeln erleichtern, den Abbau von Barrieren im Alltag, als auch die Förderung von Werten, Selbstwirksamkeit und Motivation.
Besonders interessieren mich die psychologischen Dimensionen von Nachhaltigkeit – die Frage, wie nachhaltiges Verhalten im Alltag gefördert werden kann oder wie ein adaptiver Umgang mit Klimaängsten gelingt. Durch meine Erfahrungen mit Konsum- und Mehrwegprojekten habe ich erlebt, wie stark Verhalten von sozialen Normen, Zugänglichkeit und Gewohnheiten geprägt wird.
Beruflich durfte ich unterschiedliche Perspektiven kennenlernen: Erfahrungen aus der Privatwirtschaft, in NGOs und heute in der Forschung ermöglichen mir, Herausforderungen aus diversen Blickwinkeln zu betrachten. Gleichzeitig arbeite ich gerne direkt mit Menschen – sowohl mit Gruppen als auch im 1:1 Setting. Mich treibt die Vision einer Zukunft an, in der wir mit Wertschätzung der Erde, anderen Menschen und uns selbst begegnen.
Christian Zihlmann
BFH (Berner Fachhochschule)
Über mich & Bezug
Behavior Change ist mit meiner Forschungsagenda verbunden. Ich untersuche, wie Anreize, organisatorische Strukturen, Informationen und verhaltenswissenschaftliche Interventionen Entscheidungen, Motivation, Innovationsverhalten und Leistung beeinflussen.
Ziel meiner Arbeit ist es, die Bedingungen zu verstehen, unter denen nachhaltige Verhaltensänderungen in Organisationen und der Gesellschaft entstehen.
Nicolas Bächtold
IDEEAL GmbH / improaktiv.ch / sgaop
Über mich & Bezug
Als Arbeits- und Organisationspsychologe, Dozent und Geschäftsführer der IDEEAL GmbH fokussiere ich mich auf Choice Architecture und verhaltensökonomische Interventionen in organisationalen Systemen.
Nachhaltiger Behavior Change entsteht, wenn erwünschtes Verhalten nicht mühsam erzwungen, sondern zum Pfad des geringsten Widerstands wird. Mein Ansatz nutzt verhaltenswissenschaftliche Mechanismen wie Default-Setzungen, Reibungsreduktion (Sludge Reduction), Social Norms und Salienz, um Entscheidungsarchitekturen in Teams neu auszurichten. Ich untersuche und gestalte Rahmenbedingungen so, dass psychologische Sicherheit, Fehlertoleranz und kollaborative Agilität als intuitive Standardoptionen (Defaults) greifen. Ergänzt durch erfahrungsbasierte Methoden der Angewandten Improvisation werden kognitive Biases und Status-quo-Verzerrungen direkt im Handeln spürbar gemacht und gezielt überwunden.
Als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Arbeits- und Organisationspsychologie (sgaop) engagiere ich mich dafür, evidenzbasiertes Verhaltensdesign und Nudging als wirksame Hebel für organisationale Transformationsprozesse zu etablieren.
Dorothea Schaffner
Hochschule für Angewandte Psychologie - FHNW
Über mich & Bezug
Ich arbeite in Forschungsprojekten zur Entwicklung und Wirkungsmessung von Behavior Change Interventions in den Bereichen Verkehrssicherheit, Nachhaltige Mobilität und Gesundheit und doziere auf Stufen Bachelor, Master und Weiterbildung im Bereich Behavior Change.
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